Die KI, die nur Schwarz-Weiß sah


Ein Unternehmen entwickelt eine KI, die für die automatische Bildanalyse in der medizinischen Diagnostik eingesetzt wird.

Die KI soll Röntgenbilder auf Auffälligkeiten prüfen und zwischen gesundem und krankem Gewebe unterscheiden.

Die Entwickler trainieren die KI mit klar gekennzeichneten Bildern, die entweder komplett gesund oder eindeutig krank sind.

Zunächst arbeitet die KI sehr zuverlässig bei eindeutigen Fällen.

Doch bald fällt auf: Bei Bildern mit unklaren, schwach ausgeprägten oder gemischten Befunden trifft die KI oft falsche Entscheidungen.

Die KI klassifiziert viele dieser Bilder streng als gesund oder krank, ohne Zwischentöne zuzulassen.

Das Unternehmen fragt sich: Warum kann eine KI, die auf eindeutige Kategorien trainiert wurde, bei unscharfen oder komplexen Fällen keine differenzierten Einschätzungen geben?


Frage:
Warum neigt eine KI, die ausschließlich mit klaren, binären Beispielen trainiert wurde, dazu, in der Anwendung nur Schwarz-Weiß-Entscheidungen zu treffen und keine Zwischenstufen oder Unsicherheiten zu erkennen?

Lösung folgt morgen.