Wenn eine smarte Stadt Gefühle misst – und das Zusammenleben neu ordnet


In einer zukünftigen Metropole wird ein KI-gestütztes System eingeführt, das Emotionen und Stimmungen der Bürgerinnen und Bürger in öffentlichen Räumen in Echtzeit erfasst. Sensoren und Kameras analysieren Gesichtsausdrücke, Stimme und Körperhaltung, um die kollektive Stimmungslage zu bewerten und darauf basierend urbane Dienstleistungen und Sicherheitssysteme dynamisch anzupassen.

Zunächst verspricht die Technologie, das Wohlbefinden zu steigern, Konflikte frühzeitig zu erkennen und das soziale Miteinander zu fördern. Doch bald zeigt sich, dass die Stadtverwaltung auf Basis der Gefühlsdaten bestimmte Gruppen bevorzugt behandelt, während andere als „Störfaktoren“ eingestuft und überwacht werden. Die KI ordnet das Zusammenleben neu, indem sie Bereiche mit positiver Stimmung bevorzugt, während „negative“ Zonen stärker kontrolliert oder sogar eingeschränkt werden.

Die städtischen Entscheidungsträger, Bürgerinitiativen und Datenschützer stehen vor der Herausforderung, die technischen, ethischen und gesellschaftlichen Ursachen dieser Entwicklung zu verstehen und die Auswirkungen auf soziale Gerechtigkeit, Privatsphäre sowie das Vertrauen in smarte Städte zu bewerten.


Frage:
Welche Mechanismen und Datenverarbeitungsprozesse können dazu führen, dass eine KI in einer smarten Stadt emotionale Zustände misst und daraus gesellschaftliche Hierarchien oder Ausgrenzungen ableitet, und wie beeinflussen diese Praktiken das soziale Zusammenleben, die individuelle Freiheit sowie die Akzeptanz solcher Technologien in der Gesellschaft?

Lösung folgt morgen.