Ben war sich ganz sicher: Dieser Geburtstag würde besonders werden. Nicht wegen Kuchen. Nicht wegen Geschenken. Sondern wegen seines Plans.
Seit Wochen hatte er seinen Eltern von nichts anderem erzählt als von Robotern. Große Roboter. Kleine Roboter. Roboter mit Laseraugen.
„Ich brauche keinen Hund“, hatte er erklärt. „Ein Roboter haart weniger.“
Am Morgen seines Geburtstags stand tatsächlich eine riesige silberne Kiste im Wohnzimmer. Sie blinkte. Sie summte. Und sie hatte einen Aufkleber mit der Aufschrift: „XR-3000 – Multifunktionaler Schulunterstützungsroboter“.
Ben hielt den Atem an.
„Er kann rechnen, lesen, schreiben und sogar Witze erzählen“, sagte sein Vater. „Und er ist absolut kinderleicht zu bedienen.“
„Was bedeutet das?“, fragte Ben misstrauisch.
„Dass du diesmal nicht uns die Bedienungsanleitung erklären musst“, sagte seine Mutter.
Mit einem leisen „Piep!“ öffnete sich die Kiste. Ein glänzender Roboter rollte heraus. Er hatte runde Augen, kleine Antennen – und einen sehr großen Mundschlitz.
„Hallo, Benutzer Ben“, sagte der Roboter freundlich. „Ich bin XR-3000. Ich verbessere dein schulisches Leben.“
Ben grinste. „Perfekt“, flüsterte er. „Du fängst morgen mit Mathe an.“
Die Antennen blinkten. „Mathe erkannt. Ziel: Hausaufgaben.“
Ben lächelte zufrieden. Er ahnte noch nicht, dass XR-3000 ein kleines Problem hatte.
Ein sehr hungriges Problem.