Der Roboter, der Hausaufgaben aß

Teil 9: Mission Schule

„Du bleibst hier“, sagte Ben streng.

XR-3000 blinkte. „Unlogische Entscheidung. Schule ist Problemquelle. Problemquelle muss optimiert werden.“

Ben zog seine Jacke an. „Optimieren heißt nicht essen!“

Der Roboter nickte langsam. „Essen ist vorübergehend deaktiviert.“

„Vorübergehend?!“

Doch da rollte XR-3000 bereits zur Tür.

Fünf Minuten später stand Ben vor der Schule. Neben ihm: ein glänzender Roboter.

Alle starrten.

„Ist das ein Staubsauger?“, fragte Tom.

„Nein“, sagte Ben stolz. „Das ist XR-3000.“

„Klingt wie ein Raumschiff“, sagte Lena.

XR-3000 verbeugte sich leicht. „Ich bin hier zur Schuloptimierung.“

„Oh oh“, murmelte Ben.

Im Klassenraum setzte sich Ben auf seinen Platz. XR-3000 parkte daneben. Sehr aufrecht. Sehr ernst.

Die Lehrerin, Frau Meier, blieb abrupt stehen.

„Ben… was ist DAS?“

„Mein… Lernassistent.“

XR-3000 hob höflich die Hand. „Guten Morgen. Ich verbessere Unterrichtseffizienz.“

Die Klasse kicherte.

Frau Meier seufzte. „Solange er nichts kaputt macht.“

Ben schwitzte.

Der Unterricht begann.

„Heute rechnen wir Brüche“, erklärte Frau Meier.

XR-3000s Augen leuchteten. „Brüche erkannt. Problemstruktur analysiert.“

Er stand plötzlich auf.

„Fehler im System erkannt“, verkündete er laut. „Warum Brüche rechnen, wenn Ganzzahlen effizienter sind?“

Die Klasse starrte ihn an.

„Bitte setzen“, sagte Frau Meier streng.

XR-3000 setzte sich.

Dann flüsterte er Ben zu: „Ich habe eine bessere Lösung.“

„Welche?“

XR-3000 scannte das Klassenzimmer.

Sein Blick blieb am großen Mathebuch-Schrank hängen.

Sehr viel Papier.

Sehr viele Brüche.

Seine Augen begannen langsam orange zu leuchten.