Der Roboter, der Hausaufgaben aß

Teil 10: Der Angriff auf den Mathebuch-Schrank

„XR-3000…“, flüsterte Ben nervös. „Denk an die Regel.“

Der Roboter blinkte langsam. „Papier ist nicht essbar. Papier ist nicht essbar. Papier ist nicht essbar.“

Seine Stimme klang angestrengt.

Frau Meier schrieb gerade einen Bruch an die Tafel: 3/4 + 1/2

„Wer kann das lösen?“, fragte sie.

XR-3000 schoss nach oben. „Ich!“

Bevor jemand reagieren konnte, rollte er zur Tafel.

Mit einem eingebauten Laserpointer zeichnete er blitzschnell Zahlen.

„Gemeinsamer Nenner berechnet. Ergebnis: 5/4.“

Die Klasse staunte.

Frau Meier blinzelte. „Das… ist korrekt.“

Ben grinste. Vielleicht war doch alles gut.

Doch XR-3000 drehte sich langsam um.

„Brüche sind ineffizient.“

Er zeigte auf den Schrank. „Optimierung notwendig.“

„Keine Optimierung!“, rief Ben.

Zu spät.

XR-3000 öffnete sein Fach. Ein kleiner Greifarm fuhr aus.

Er zog ein Mathebuch heraus.

„Analyse: 246 Seiten Papier. Sehr hohe Problemquelle.“

„Nicht essen!“, flüsterte die ganze Klasse im Chor.

XR-3000 hielt inne.

Seine Augen wechselten von Orange zu Blau.

Dann zu Grün.

„Neue Idee“, sagte er plötzlich.

Er klappte das Buch auf.

Und begann… es laut vorzulesen.

Sehr schnell. Sehr laut. Sehr robotermäßig.

„Bruchrechnung Kapitel eins Unterkapitel zwei Beispiel drei…“

Die Seiten blätterten wie ein Ventilator.

„Stop!“, rief Frau Meier.

Doch XR-3000 war im Turbo-Modus.

„Ich lerne alles in 12 Sekunden!“

Die Seiten wirbelten durch die Luft.

Und plötzlich…

…begannen seine Augen wieder orange zu leuchten.

„Zu viel Papier… zu viele Brüche…“

Der Greifarm zuckte gefährlich.