„ZU SPÄT“, stand auf der staubigen Tafel.
Niemand sagte etwas.
Dann machte die große Maschine ein Geräusch.
KRRR… KRRR… KLING!
Die Zahnräder drehten sich plötzlich schneller.
Viel schneller.
„Ich glaube, wir sollten gehen“, sagte Emil vorsichtig.
„Zu spät“, murmelte Leo und zeigte auf die Tür.
Sie war verschwunden.
Einfach weg.
„Okay… das gefällt mir gar nicht“, sagte Mila.
Hausmeister Bruno sah sich um. Dann hob er seinen Besen.
„Herbert sagt, wir sollen ruhig bleiben.“
„Herbert soll uns hier rausbringen!“, rief Leo.
Plötzlich flackerte das Licht.
Einmal. Zweimal.
Dann wurde alles still.
Zu still.
Und dann…
…lief etwas rückwärts.
Ein Blatt Papier auf dem Boden rutschte zurück.
Eine Uhr an der Wand tickte rückwärts.
Tick… tack… tick… tack…
„Seht euch die Uhr an!“, rief Emil.
Die Zeiger bewegten sich zurück.
Schneller und schneller.
„Die Zeit… läuft rückwärts!“, flüsterte Mila.
Die Maschine wurde lauter.
KRRR… KLING! KLING!
Und dann geschah etwas Seltsames.
Die Kinder spürten plötzlich…
…dass sich etwas veränderte.
„Warum ist mein Rucksack wieder zu?“, fragte Leo.
„Ich hatte ihn doch eben geöffnet!“
Emil sah auf seine Hände.
„Meine Kreide ist wieder ganz…“
Mila schnappte nach Luft.
„Wir bewegen uns zurück!“
Die Maschine stoppte abrupt.
Stille.
Dann erschien wieder Schrift.
Diesmal direkt in der Luft.
WILLKOMMEN ZURÜCK.
Die Tür erschien wieder.
Sie öffnete sich langsam.
Dahinter…
…war der Schulflur.
Aber irgendetwas stimmte nicht.
Die Wände waren frisch gestrichen.
Die Plakate sahen neu aus.
Und aus einem Klassenzimmer hörten sie eine Stimme:
„Willkommen in der Schule, Kinder!“
Bruno erstarrte.
„Das… ist meine alte Lehrerin.“
Er schluckte.
„Vor 20 Jahren.“