Die unsichtbare Pausenklingel

Teil 8: Die Verfolgung durch die Zeit

„HALTET IHN AUF“, leuchtete auf dem Boden.

Der Junge rannte los.

Direkt über den Schulhof.

„Hinterher!“, rief Leo.

Und schon liefen alle los.

„Wir dürfen die Vergangenheit nicht verändern!“, rief Emil.

„Zu spät!“, rief Mila. „Die Vergangenheit hat uns verändert!“

Der junge Bruno rannte vorneweg.

„Ich kenne einen schnelleren Weg!“

Er bog um eine Ecke.

Die anderen folgten ihm.

Doch plötzlich…

…flackerte alles.

Der Schulhof verschwand.

Und für einen Moment standen sie wieder im Flur.

Dann wieder auf dem Hof.

Dann wieder im Maschinenraum.

„Die Zeit springt!“, rief Mila.

„Wir verlieren ihn!“, sagte Leo.

Die kleine Klingel flog plötzlich schneller.

Kling! Kling!

Als würde sie sie antreiben.

Der Junge war fast an der Tür zum Schulgebäude.

„Wenn er reinläuft, verlieren wir ihn!“, rief Emil.

„Nicht wenn ich schneller bin!“, rief Leo.

Er sprintete los.

Doch genau in diesem Moment…

…blieb die Zeit stehen.

Alles erstarrte.

Die Kinder. Der Junge. Die Luft.

Alles.

Nur eine Sache bewegte sich noch.

Die kleine Klingel.

Kling…

Langsam schwebte sie zu Emil.

Und blieb vor ihm stehen.

„Warum ich?“, flüsterte Emil.

Die Klingel gab einen einzelnen, klaren Ton von sich.

Kling.

Und plötzlich hörte Emil eine Stimme.

Nicht laut.

Direkt in seinem Kopf.

„Er hat es nicht böse gemeint.“

Emil schluckte.

„Wer bist du?“

„Ich bin die Zeit.“

Emil riss die Augen auf.

„Und ich brauche deine Hilfe.“

Die Welt um ihn herum begann wieder zu flackern.

„Du musst entscheiden“, sagte die Stimme.

„Anhalten… oder verstehen.“

Die Zeit setzte sich wieder in Bewegung.

Und der Junge rannte weiter.