„Er dreht durch!“, rief Leo und trat einen Schritt zurück.
Der Bildschirm mit dem Gesicht von Robo-Meyer vibrierte jetzt so stark, dass die Halterung an der Wand bedrohlich knarrte. Die Stimme aus den Lautsprechern klang nicht mehr wie der Schulleiter, sondern eher wie ein kaputter Mixer: „Wenn wahr, dann falsch… wenn falsch, dann wahr… Pizza-Aktion in der Kantine… Hausaufgaben-Schleife initiiert… Systemüberlastung!“
Plötzlich flogen an mehreren Stellen des Flurs die Sicherungskästen auf. Funken sprühten, und die Deckenbeleuchtung fing an, im Takt einer wilden Disco-Beleuchtung zu flackern. Die schweren Brandschutztüren machten ein lautes *Klack-Klack*, öffneten sich für einen Spalt von zehn Zentimetern, schugen wieder zu und öffneten sich erneut. Das gesamte elektronische System der Schule zuckte im Rhythmus des logischen Kurzschlusses.
„Leo! Der Q-Fluktuator!“, schrie Zoe gegen den Lärm an. Sie zeigte auf das Gerät in seiner Hand. „Die Energie fließt aus dem WLAN zurück in die Maschine! Du musst den Hauptschalter drücken, um die gesamte Quanten-Ladung auf einmal zu erden, sonst fliegt uns hier gleich die Physik-Sammlung um die Ohren!“
Leo blickte auf den Toaster-Gameboy. Das Gehäuse glühte inzwischen so heiß, dass er es kaum noch halten konnte. Die Digitalanzeige zeigte keine Buchstaben mehr, sondern nur noch ein einziges, riesiges, blinkendes Kaffeesymbol.
„Wenn ich den Schalter drücke, jage ich den Strahl direkt in den Hauptverteiler!“, rief Leo zurück. „Das könnte das gesamte Schulnetzwerk für immer lahmlegen!“
Zoe sah ihn mit einem Blick an, der halb entsetzt und halb absolut begeistert war. „Kein WLAN mehr in der Schule? Leo, das wäre kein Unfall, das wäre ein Feiertag für alle Schüler! Mach es einfach!“
Leo nickte entschlossen. Er rannte auf den Haupt-WLAN-Verteilerkasten zu, der direkt unter dem flackernden Bildschirm an der Wand montiert war. Aus dem Kasten drang bereits ein verdächtiger Geruch nach geschmolzenem Plastik und frisch gebrühtem Espresso.
Er hob den Q-Fluktuator 3000 wie ein futuristischer Held im Finale eines Actionfilms, zielte auf die blinkende Antenne des Verteilers und schrie: „Zeit für den Feierabend, Herr Direktor!“
Mit voller Wucht rammte er seinen Daumen auf den großen, roten Knopf.